Hybrid Bodies

Vernissage und Gesprächsrunde: 26.08.2016 ab 18:00

 

26.08.2016:
ab 18:00 Uhr: Vernissage und Gesprächsrunde mit Dr. Margrit Shildrick (Professor of Gender and Knowledge Production at Linköping University, Adjunct Professor of Critical Disability Studies at York University, Toronto), Ingrid Bachmann, Andrew Carnie, Alexa Wright, Catherine Richards
ab 19:00 Uhr: Performance "The Gift" von Ingrid Bachmann:dargestellt von Linnea Gwiazda und Maxine Segalowitz

28.08.2016:
ab 14:00 Uhr: Performance "The Gift" von Ingrid Bachmann, dargestellt von Linnea Gwiazda und Maxine Segalowitz - im Rahmen des Family Days.

 

Tänzerinnen

Förderer und Partner

  • Kunstkraftwerk
  • Conseil des Arts du Canada
  • Arts Council England

Hybrid Bodies

Dem menschlichen Herz werden seit jeher Fähigkeiten und Bedeutungen (Ort der menschlichen Identität, archetypisches Symbol der Liebe) zugeschrieben, die weit über seine anatomische Funktion hinausgehen. Dennoch haben wir heute kaum eine Vorstellung davon, was es aus emotionaler und psychologischer Sicht bedeutet, das Herz eines anderen Menschen in sich zu tragen.
Die Arbeiten sprechen von und aus dem Herzen, sie zeigen kulturell geprägte Einstellungen aus Sicht des Empfängers und verarbeiten Konzepte wie Inkarnation, Identität und Seelenverwandtschaft.

Seit 2007 sind die vier KünstlerInnen Teil eines interdisziplinären Teams, das unter der Leitung der kanadischen Kardiologin Dr. Heather Ross in einem Krankenhaus von Toronto arbeitet. Im Team vertreten sind u.a. die Gesundheitssoziologin Dr. Patricia McKeever (University of Toronto), die Transplantationspsychiaterin Dr. Susan Abbey (University Health Network), die Gesundheitsforscherin Dr. Jennifer Poole (Ryerson University, Toronto) und die Philosophin Dr. Margrit Shildrick (Linkoping University, Schweden). In ihren Gesprächen mit diesen Wissenschaftlerinnen entwickelten die KünstlerInnen ganz persönliche Stellungnahmen zum dramatischen Thema Herztransplantation.

Die Tatsache, dass die künstlerische Forschungsarbeit nicht nur als Antwort auf die wissenschaftliche Forschung stattfand, sondern sich auch parallel zur ihr entwickelte, macht dieses Projekt so innovativ. KünstlerInnen und die Wissenschaftlerinnen standen in einem permanenten Dialog, welcher auch Herztransplantationspatienten sowie deren FreundInnen und Familien einschloss. In Form von Mehrkanal-Videoinstallationen, interaktiven Audioinstallationen, Großprojektionen und stereoskopischen Bildern zeigt die Ausstellung „Hybrid Bodies“ künstlerische Interpretationen jener komplexen Wechselbeziehungen, die auch einige Pannen und Betriebsstörungen des menschlichen Lebens offenlegen.