BOOMTOWN

Leipziger Industriekultur

ab September 2020 - 10 Uhr und 17:50 Uhr

Die Show ist ab 3. September 2020 im Programm und wird immer 10 Uhr und 17:50 Uhr gezeigt.

Mit Boomtown präsentieren wir erstmals eine eigene Produktion. Die 20-minütige Immersion zum Jahr der Industriekultur in Sachsen setzt sich gezielt mit Leipzigs industrieller Geschichte zwischen 1840 und 1989 auseinander.

Im Mittelpunkt von “Boomtown” stehen die Stadtteile Lindenau, Plagwitz und Schleußig, deren Entwicklung von Dörfern vor der alten Stadtmauer hin zum städtischen Industriestandort anhand von authentischem Bild- und Filmmaterial gezeigt wird.

Die Besucher erleben mit “Boomtown” eine Immersion voll mit Orten, Plätzen und Gebäuden aus ihrem jetzigen Lebensalltag, erblicken sie aber in ihrer industriellen Ursprünglichkeit. Orte, die nun Heim für die Kreativwirtschaft, Freizeitwirtschaft oder gar für Familien und Kinder sind, waren vor nicht allzu langer Zeit noch erfüllt von Hitze, Lärm und Ruß.

Für die wissenschaftliche Betreuung von “Boomtown” ist Anne Dietrich, Promovendin der Universität Leipzig, zuständig. Sie betrieb umfangreiche Archivarbeiten und Quellenstudien, mehr als ein halbes Jahr hat sie für die Materialsichtung aufgewendet. So recherchierte sie unter anderem im Sächsischen Wirtschaftsarchiv, im Stadtgeschichtlichen Museum Leipzig, im Sächsischen Staatsarchiv Leipzig und dem Leibniz Institut für Länderkunde. Mit dem gewonnen Material konnte es überhaupt erst zum gelungenen Zusammenspiel von Kunst und Wissenschaft für die immersive digitale Show kommen.

Die Künstler um Napoleoni konnten mit einer Vielzahl historischer Abbildungen, Karten und Plänen arbeiten. Auf dem Material sind u.a. Überschwemmungsgebiete, Kanalbauarbeiten und die Anschlüsse des Eisenbahnnetzes zu erkennen. Historische Postkarten, holen bekannte Sehenswürdigkeiten und Ausflugsziele wie den Felsenkeller, den Palmengarten oder Charlottenhof aus ihren Gründungsjahren ins Jetzt.

Der Komponist Lorenzo Pagliei ließ sich von dem verwendeten historischen Bildmaterial von der Visualisierung inspirieren und arbeitete in die musikalische Untermalung authentische Geräusche, wie zum Beispiel das Glockengeläut der Philippuskirche in Lindenau/ Plagwitz, aus direkter Umgebung ein.

Künstler
Ginevra NAPOLEONI, Francesca SCARPONI, Valerio CIMINELLI - SOUNDTRACK Lorenzo PAGLIEI (IT)

Kuratorin
Anne Dietrich

Mit freundlicher Unterstützung durch das Sächsische Wirtschaftsarchiv, Stadtgeschichtliche Museum Leipzig, das Sächsische Staatsarchiv Leipzig und das Leibniz Institut für Länderkunde.

Aktuell erarbeiten wir ein Vermittlungsangebot für Schülerinnen und Schüler sowie spezielle Führungen zur Immersion und der Industriegeschichte des Leipziger Westens. Über Neuigkeiten informieren wir auf der Website sowie über unseren Newsletter.